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Darm trifft Psyche

  • 5. Aug. 2025
  • 6 Min. Lesezeit

Der Einfluss des Darms auf unsere Psyche


Nährstoffe für eine gesunde Psyche
Nährstoffe für eine gesunde Psyche

Kann der Darm einen Einfluss auf die Psyche haben?

Das Thema Darmgesundheit rückt immer mehr in den Vordergrund und in den Fokus der Forschung. - Zu Recht! Denn eine gestörte Darmflora kann einen erheblichen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben!

In diesem Artikel wollen wir das Thema Darmgesundheit ein wenig unter die Lupe nehmen. Denn im Darm werden beispielsweise etwa 90 Prozent des "Glückshormons" Serotonin gebildet.

In diesem Artikel geht es um den Zusammenhang zischen Darmflora, Mikronährstoffen und psychischer Gesundheit., denn Körper und Seele sind eine Einheit und beeinflussen sich wechselseitig.

Zudem gibt es einfache Tipps für einen gesunden Darm.



Inhaltsverzeichnis:

1. Wie die Psyche mit dem Darm kommuniziert - die Darm-Hirn-Achse

2. Der Einfluss der Darmflora auf dein Wohlbefinden

3. Mikronährstoffe -wichtig für Körper und Seele

4. Schritte für einen gesunden Darm - was du konkret tun kannst

5. Literaturempfehlungen zum Weiterlesen



Hast du schon einmal vom Bauchhirn gehört? Tatsächlich weiß man heute, dass unser Gehirn mit unserem Darm in engem Austausch steht. Die verbindende Rolle nimmt dabei der Vagusnerv ein. Denn über die Nervenbahnen des Vagusnerv stehen Darm und Hirn in ständigem Austausch. Dabei enden ein Großteil der 100 Millionen Nervenzellen der Darmwand im Vagus. So ist der Darm in der Lage, Informationen an das Gehirn zu senden, und umgekehrt, wobei mehr Nervenbahnen vom Darm zum Hirn gehen, als umgekehrt. Insofern ist der Begriff Darmhirn also durchaus treffend. Über die im Nervenbahnen des Vagus sendet der Darm Informationen an das limbische System, dem Ort, an dem Emotionen abspielen. Negative Emotionen aus dem Darm gelangen somit über die Darm-Hirn-Achse direkt zum Gefühlszentrum.


Der Darm ist somit als Schaltstelle von zentraler Bedeutung für unser Wohlbefinden.


Mit Hilfe des Mikrobioms, das heißt der Besiedlung des Darms mit verschiedenen Bakterien, werden Nervenbotenstoffe wie Serotonin und Dopamin gebildet, die unser Wohlbefinden und unsere psychische Gesundheit beeinflussen.

Unser Darm ist besiedelt von Billionen Bakterien, die wenn sie vielfältig und in einem gesunden Gleichgewicht sind, unterstützend wirken. Denn viele Bakterienarten sind wichtige Helfer, die für den Körper Aufgaben übernehmen und wichtige Umwandlungsprozesse ausführen. Im Laufe der Entwicklungsgeschichte hat sich unser Körper gut an die Bakterien angepasst und wir leben in einer Symbiose. Die Darmbakterien übernehmen einen Teil der Arbeit, in dem für den Körper an sich unverdauliche Ballaststoffe verarbeiten und für uns wichtige Bestandteile aufspalten und aufnehmen, die dann in den Blutkreislauf gelangen.


Jedoch sind nicht alle Bakterien zuträglich für unsere Gesundheit

Bestimmte Bakterienarten können sich, vor allem bei einem Ungleichgewicht, auch negativ auf unser Wohlbefinden auswirken und unsere Stimmung negativ beeinflussen.


Dauerstress, ungesunde Essgewohnheiten wie Fastfood oder ein hoher Zuckerkonsum, Antibiotikaeinnahme, und ähnliches, können die Darmflora stören und zu einem Ungleichgewicht zwischen nützlicher und eher ungünstigen Darmbesiedlung führen. Ungünstige Darmbakterien könne über ausgeschiedene Stoffwechselprodukte zudem die Darmbarriere durchlässig machen und Entzündungen in der Darmwand führen.

Dadurch können Bakterien, Toxine, Nahrungsmittelrückstände, sowie entzündungsfördernde Stoffe in den Blutkreislauf gelangen. Man spricht dann von einem durchlässigen Darm, beziehungsweise von einem Leaky Gut Syndrom.

Dies kann wiederum zu Hauterkrankungen, Allergien, Autoimmunerkrankungen, Entzündungen sowie psychischen Störungen führen.


Studien weisen darauf hin, dass das Mikrobiom eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielt.

Bei Ängsten, Depressionen und mangelnder Stressresistenz lohnt es sich also, die Darmflora mit in die Behandlung einzubeziehen.


Mikronährstoffe - der Stoff aus dem eine gesunde Psyche ist


Unser Körper kann viele Mikronährstoffe nicht selbst herstellen. Er ist also auf eine Aufnahme über die Nahrung angewiesen. Besonders für die reibungslose Funktion des Gehirns ist eine gute Versorgung mit Mineralien und Vitaminen notwendig.

Lange Transportwege der Nahrungsmittel, aber auch ein stressiger Lebenswandel können mit Mängeln an Vitaminen oder Mikronährstoffen einhergehen. Auch die Einnahme einiger Medikamente kann Nährstoffmängel auslösen.

Fehlen Mikronährstoffe und/oder Vitamine kann dies die Entstehung psychischer Störungen begünstigen.


Hier eine Aufstellung der wichtigsten Stoffe für eine gesunde Psyche:


  1. Vitamin D - das "Sonnenvitamin" mit großer Wirkung

    Vitamin D ist eigentlich ein Hormon und beeinflusst nicht nur unsere Knochen, sondern auch Serotonin, das Wohlfühlhormon. Studien zeigen: Menschen mit einem geringen Vitamin-D-Spiegel haben ein höheres Risiko für Depressionen.

    - Eine Metaanalyse von Anglin et al. (2013) zeigt, dass niedrige Vitamin-D-Spiegel mit Depressionen verbunden sind.

    - Besonders in den Wintermonaten mit niedriger Sonneneinstrahlung steigen die Zahlen der sogenannten "Winterdepression".

    Vitamin D bildet der Körper vor allem unter Sonneneinstrahlung. Da besonders im Winter die Sonneneinstrahlung bei uns zu gering ist, kann es zu einem Mangel an Vitamin D kommen.


  2. B-Vitamine - Nervennahrung pur

    Die B-Vitamine, insbesondere Vitamin B6, B12 und Folsäure sind essentiell für den Energiestoffwechsel des Gehirns und die Bildung von Neurotransmittern.

    - Ein Mangel an B12 kann zu Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen und Ängstlichkeit führen.

    - Besonders bei Vegetariern und Veganern sind Vitamin B12 Mängel verbreitet.

    - Eine Studie (Almeida et al., 2012) fand einen Zusammenhang wischen einem niedriger B12 Spiegel und Depressionen bei Frauen mittleren Alters.


  3. Magnesium - das Mittel der Ruhe

    Magnesium hilft, das Nervensystem zu beruhigen und wirkt angstlösend. Es ist wichtig für den Schlaf und kann die körperliche Stressreaktion dämpfen.

    - Ein Mangel zeigt sich oft an Muskelverspannungen, innere Unruhe und Schlafstörungen.

    - Studien (z.B. Boyle et al., 2017) belegen, dass Magnesiumpräparate bei leichten Angststörungen helfen können.


  4. Omega 3 Fettsäuren - für emotionale Stabilität

    Diese ungesättigte Fettsäuren (v.a. EPA und DHA), beeinflussen die Reizweiterleitung im Gehirn. Sie wirken entzündungshemmend und fördern eine ausgeglichene Stimmung im Gehirn.

    - In mehreren Studien wurde gezeigt, dass Omega 3 Fettsäuren depressive Symptome lindern können, (z.B. Su et al., 2002).

    - Omega 3 kann über die Nahrung zugeführt werden, besonders über fetten Fisch, jedoch nehmen viele Menschen nicht genügend Omega 3 auf.


  5. Zink, Eisen & Co. - unterschätzte Helfer

    Zink ist wichtig für die Immunabwehr und die psychische Belastbarkeit. Eisenmangel wiederum kann zu Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Reizbarkeit führen.

    - Eine Studie aus 2013 (Yazid et a..), zeigte, dass Zinkmangel depressive Symptome verstärken kann.

                                                                                                                                           

Fazit:

Mikronährstoffe wirken nicht isoliert, sondern in feinem Zusammenspiel. Oft sind es kleinere Mängel, die sich aufsummieren und das Wohlbefinden beeinflussen.


Körper und Psyche sind eine Einheit.

Unser Gehirn ist auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und gesunden Fetten angewiesen! Denn diese "Bausteine" braucht es um Botenstoffe wie GABA, Dopamin oder Serotonin zu bilden. Sie beeinflussen maßgeblich unsere Stimmung unseren Antrieb und damit unser Wohlbefinden.

Fehlen diese Stoffe, oder werden nur unzureichend gebildet, kann dies die Entstehung von Ängsten und Panik, depressiven Verstimmungen, Schlafstörungen und innere Unruhe, sowie zu Erschöpfung und Antriebslosigkeit begünstigen.


Neben einer psychotherapeutischen Behandlung kann es also durchaus lohnen,

einen Blick auf die Versorgung mit Nährstoffen sowie die Darmflora zu werfen.


Was kannst du konkret tun:

  • Eine Analyse der Darmflora kann Aufschluss geben, ob eine Dysbalance vorliegt oder gar ein Leaky Gut.

  • Blutuntersuchungen können eventuelle Mängel an Vitaminen oder Nährstoffen aufzeigen.

  • Lass dich gerne vom Arzt oder Heilpraktiker des Vertrauens beraten.

  • Auch eine Ernährungsberatung kann diesbezüglich hilfreich sein.

  • Solltest du interessiert sein an guten, hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln, dann kontaktiere mich gerne und ich teile mit dir, welche Nahrungsergänzung ich selbst nehme.



Infobox - Ernährung für dein seelisches Gleichgewicht


Nährstoffreiche Lebensmittel für dein Nervensystem :

  • Vitamin D - fetter Fisch (Lachs, Makrele), Eier, Sonnenlicht

  • Vitamin B - Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Leber

  • Magnesium - Nüsse, Samen (v.a. Kürbiskerne), Bananen, Dunkle Schokolade (mind. 70%)

  • Omega 3 Fettsäuren - Lachs, Hering, Walnüsse, Chiasamen, Leinöl

  • Zink & Eisen - Rindfleisch, Hirse, Linsen, Spinat, Kürbiskerne


Darmfreundliche Ernährung:

  • Ballaststoffe - nähren deinen Darm: Haferflocken, Vollkornprodukte, Leinsamen, Gemüse (besonders Lauch, Zwiebeln, Artischocken)

  • Probiotika - bringen gute Darmbakterien: Sauerkraut, Joghurt mit lebenden Kulturen, Kimchi, Kefir, fermentiertes Gemüse

  • Präbiotika - Futter für gute Darmbakterien: Chicorée, Topinambur, Knoblauch, Zwiebeln, Spargel, Flohsamenschalen, Inulin


Tipp - langsam umstellen, denn gerade bei sensibler Verdauung ist es wichtig, Schritt für Schritt mehr Ballaststoffe und Probiotika einzusetzen, um so die Darmflora langsam zu regulieren.


Fazit - Du bist nicht "einfach zu sensibel"

Wenn du dich öfters ängstlich, traurig oder erschöpft fühlst, kann das such mehrere Ursachen haben. Es lohnt sich also, neben der Bearbeitung der Ursachen, auch den Körper liebevoll mit einzubeziehen und ihm zu geben was er braucht.


Literatur Tipps:

  • Gesund mit Darm, Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann

  • Schlank mit Darm, Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann

  • Schlau mit Darm, Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann

  • Hallo Psyche, hier ist dein Darm, Lara Opfermann

  • Chaos im Darm : Hilfe aus der Natur bei Leaky Gut Syndrom, Darmpilzen,... Günther H. Heepen




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